Gemeinde

Vereine

Veranstaltungen

Bildergalerie

Pensionen

Kirche


Besucher seit dem 21.01.2007:

StartseiteGeschichteLageplanImpressum





 

Ampleben

Fährt man von der alten Kaiserstadt Königslutter, südlich der Autobahn Hannover – Berlin gelegen, die Landesstraße 290 nach Süden in den Elm, biegt hinter dem Tetzelstein nach rechts und nach hundert Metern wieder links auf die Kreisstraße 9 ab, folgt dieser etwa 2 Kilometer bis der Waldrand den Blick nach Süden hin öffnet, so bietet sich einem ein einmaliges Panorama.

Halblinks im Tal sieht man die Silhouette der Stadt Schöppenstedt mit ihrem schiefen Kirchturm, in der Ferne wird der Blick begrenzt durch den Höhenzug Huy, der einem den Blick auf Halberstadt verwehrt. Geradeaus nach Süden erhebt sich in 43 Kilometern Entfernung das mächtige Massiv des Brocken mit seinen Aufbauten in 1141 Metern Höhe. Durchschnitten wird die gewaltige Senke durch den Fallstein in südostwärtiger  und den nahen Bergrücken der Asse in südsüdwestlicher Richtung  mit ihren kleinen, schmucken vorgelagerten Dörflein. Halbrechts ziehen den Blick die Essen und Industrieanlagen von Salzgitter und Lengede an. Ganz im Westen erkennt man das Häusermeer von Braunschweig. Wendet man nun den Blick wieder der näheren Umgebung zu, so erkennt man „zu Füßen“ des Elms das idyllisch gelegene Dörflein Ampleben. Dominiert wird es durch seine romanische Kirche aus hellem Elmkalkstein und rotem Ziegeldach.

Die Geschichte

Erste urkundliche Erwähnungen gehen zurück auf das Hochmittelalter im Jahr 1199. Es ist die Zeit der Auflösung der Stammesherzogtümer und die Niederwerfung des Welfenherzogs Heinrich der Löwe durch Kaiser Friedrich Barabarossa. Heinrich der Löwe stirbt am 06.August 1195. Der Einfluss der Welfenherzöge auf die Region bleibt erhalten

Über die genaue Herkunft des Namens Ampleben ist nichts bekannt. In alten Urkunden findet sich der Name Ampleve, in einem Merian Kartendruck von 1654 der Name Ampelin.

Während der Zeit des Hoch- und Spätmittelalters bis in die Neuzeit wechselte Ampleben im Eigentum verschiedener Adelsgeschlechter und der Kirche.

Als erste Besitzer werden die Gebrüder Frederious und Heinrious von Ampleve erwähnt.

1312 leitet Ritter Jan von Ampleben die Geschicke des Ortes. Ihm folgen Namen wie  Wilcke von Ampleben, Wilhelm von Ampleben. Diese Zeit, die geprägt ist durch das Raubrittertum mit Überfällen auf die alte Salzstraße Braunschweig-Magdeburg, findet ein Ende durch die Zerschlagung der Amplebener Besatzung und Schleifen der Burg im Jahre 1425.

Im „Plan von der Feldmarck des Adelichen Gerichtsdorffs Ampleben“ von 1756 sind die Grundzüge der heutigen Bebauung und Straßenführung bereits erkennbar. Geprägt wird das Dorfbild, wie auch heute noch, durch das Schloss, den alten Ortskern mit seinen Fachwerk- oder mit Elm-Kalkstein gemauerten Häusern und der ebenfalls mit Kalkstein um 1200 errichteten romanischen Kirche, die mit ihren trutzigen Mauern das Bild des Dorfes dominiert. 

Berühmt wurde die Region auch durch Till Eulenspiegel, Schalk aus dem Mittelalter. Geboren wurde Eulenspiegel in Kneitlingen, getauft in Ampleben. An seine Taten erinnern heute noch zahlreiche Standbilder, Steine und Hinweistafeln. Diese werden auf einem Radfahrwanderweg und im Eulenspiegelmuseum in Schöppenstedt Interessierten präsentiert.

Die Gegenwart

Ampleben hat heute etwa 300 Einwohner und gehört nach der Gebietsreform politisch zur Gemeinde Kneitlingen, einem Zusammenschluss der Orte Ampleben, Bansleben, Eilum und Kneitlingen mit einer Gesamtfläche von 1.757 ha; verwaltungstechnisch gehört es zur Samtgemeinde Elm-Asse. Die Führung obliegt einer Samtgemeindebürgermeisterin mit ihrem Rat, die Führung der Gemeinde einem Bürgermeister mit Gemeinderat und jeweils einem Ortsbeauftragten in den Ortsteileilen. Neben dem alten Ortskern hat sich während der letzten dreißig Jahre die Ortschaft durch Neubaugebiete im Norden, Osten und Süden ausgedehnt.

Mit dem Rittergut verfügt Ampleben heute, neben einem ca. 40 ha bearbeitenden Nebenerwerbsbetrieb, über den einzigen landwirtschaftlichen Vollerwerbsbetrieb, der ca. 2/3 der Gesamtfläche der Gemeinde von  402 Hektar bewirtschaftet. 

Arbeitgeber sind vor allem klein- und mittelständige Betriebe in Schöppenstedt, Wolfenbüttel und Braunschweig sowie der Volkswagenkonzern  mit seinen Werken in Wolfsburg, Braunschweig und Salzgitter.

Wichtigste Arbeitgeber im Ort sind die Bäckerei und Konditorei Garbe mit ihrer kleinen Lebensmittelabteilung sowie der Seniorenwohnsitz Süd-Elm, ein Altenwohn- und Pflegeheim.

Einkaufsmöglichkeiten mit mehreren Supermärkten und Einzelhandelsgeschäften, Arztpraxen und Apotheken bietet das 4 Kilometer entfernte Schöppenstedt

Verkehrsanbindung nach Braunschweig und Schöppenstedt besteht über Linienbusse, die zumindest während der Schulzeit von 06:15 Uhr bis 20:45 zumeist im  Stundentakt fahren. Schöppenstedt hat Bahnanschluss nach Wolfenbüttel  und Busanschluss in Richtung Helmstedt . 

Das Vereinsleben wird geprägt durch einen Schützenverein Ampleben von 1869 e.V. mit eigenem, an bestimmten Tagen bewirtschafteten Vereinsheim und modernen elektronischen  Schießständen für Luftgewehr und Luftpistole.

Die Freiwillge  Feuerwehr verfügt über ein modernes Feuerwehrgerätehaus und ein modernes Löschfahrzeug. Sie wurde 1875 gegründet.

Neben dem Junggesellenclub, einem Zusammenschluss unverheirateter junger aber auch älterer Männer mit diversen, auch öffentlichen Veranstaltungen, existiert eine aktive Frauenhilfe und ein Sparverein.

Das Dorf verfügt über mehrere gepflegte Pensionen.